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Version 1.0: SonicWall SMA1000 - Zero-Day Schwachstellen aktiv ausgenutzt
Version 1.2: SonicWall SMA1000 - Zero-Day Schwachstellen aktiv ausgenutzt Kritikalität 3 Beschreibung Am 14. Juli 2026 veröffentlichte das Unternehmen SonicWall ein Advisory zu seiner SMA1000-Produktserie. Darin führte der Hersteller aus, dass die Modelle 6210, 7210 und 8200v durch zwei neu entdeckte Zero-Day Schwachstellen (CVE-2026-15409, CVE-2026-1541) verwundbar sind. Der Sachverhalt erhält zusätzliche Brisanz, da das Unternehmen im Advisory darauf verweist, dass "zahlreiche Fälle" vorliegen, die auf eine Ausnutzung der Schwachstellen schließen lassen. IT-Sicherheitsverantwortliche werden daher dazu aufgerufen, die Umsetzung von Schutzmaßnahmen sowie eine forensische Untersuchung schnellstmöglich in die Wege zu leiten. Update 1 (16.07.2026): Das IT-Sicherheitsunternehmen Rapid7 hat weitere Details zu den Schwachstellen und beobachteten Angriffen auf SMA1000 Appliances veröffentlicht. Neben den technischen Details wurde auch ein Proof-of-Concept Exploit veröffentlicht, welches die Schwachstelle CVE-2026-15409 ausnutzt, um ohne Authentifizierung Code auf verwundbaren SMA1000 Appliances auszuführen. Eine Ausnutzung durch weitere Akteure ist durch das öffentliche Proof-of-Concept wahrscheinlich. Update 2 (22.07.2026): Am 17. Juli 2026 informierte das IT-Sicherheitsunternehmen Volexity über weitere Erkenntnisse aus den mindestens seit dem 22. Juni 2026 beobachteten Angriffen. Hierzu zählen zusätzliche Indicators of Compromise (IoCs), detaillierte Analysen infizierter Appliances sowie eine Attribuierung. Weitere Informationen finden Sie in dem BSI-IT-Sicherheitshinweis.
bsi.bund.deJul 15, 2026source
Version 1.0: Auswirkungen auf die Cybersicherheit von Organisationen durch die Entwicklung im Bereich Künstlicher Intelligenz
Version 1.0: Auswirkungen auf die Cybersicherheit von Organisationen durch die Entwicklung im Bereich Künstlicher Intelligenz Kritikalität 2 Beschreibung Künstliche Intelligenz verändert die Cybersicherheitslage grundlegend und erfordert neue Maßstäbe in der Reaktionsgeschwindigkeit. Während böswillige Akteure in der Vergangenheit bereits arbeitsteilig auf Künstliche Intelligenz gesetzt hatten – beispielsweise um Phishing-Mails zu verfassen – sind aktuelle KI-Systeme derart leistungsfähig, dass Schwachstellen in Software innerhalb kurzer Zeit sowohl umfassend als auch teilweise autonom erkannt, analysiert und in verwertbare Angriffspfade überführt können. Daraus kann eine Lage entstehen, die Organisationen mit einer erheblich steigenden Zahl neu entdeckter Schwachstellen, Exploits, Patches und Folgevorfällen konfrontiert. Die aktuelle Diskussion konzentriert sich dabei maßgeblich auf die Fähigkeiten von aktuellen KI Top-Modellen, in großem Maßstab Schwachstellen in Quellcode zu identifizieren und Exploit-Code zu liefern. Aber auch in anderen Bereichen, wie dem Reverse Engineering von Binaries, ist bei den Modellen ein Fähigkeiten-Zuwachs zu beobachten. Neben diesen sogenannten Frontier-Modellen (wie bspw. Claude Mythos oder OpenAI GPT-5.5), spielen jedoch ebenso die günstigeren, kleineren LLMs eine Rolle in der Entwicklung der Cybersicherheit. Selbst, wenn einzelne Prognosen mit Vorsicht betrachtet werden müssen, bleibt die strategische Stoßrichtung klar: KI senkt Aufwand, Zeitbedarf und Einstiegshürden für offensive Cyberfähigkeiten maßgeblich. Damit einher geht eine strukturelle Veränderung der Cyberbedrohung. Angreifer profitieren in besonderem Maße von der Geschwindigkeit, Skalierung und Automatisierung. Verteidiger bleiben dagegen an reale Betriebsgrenzen gebunden, etwa durch Testaufwand, Freigabeprozesse, Wartungsfenster für Patches, Herstellerabhängigkeiten, rechtliche und organisatorische Abstimmungen sowie begrenzte personelle Kapazitäten. Um trotz dieser Hürden Schritt zu halten, muss die Angriffsfläche grundsätzlich minimiert werden. Weitere Informationen zu den Veränderungen auf die Cybersicherheit durch die Entwicklung im Bereich der Künstlicher Intelligenz sowie notwendige Maßnahmen zum Umgang mit diesen, finden Sie in der BSI-IT-Sicherheitsinformation (BITS).
bsi.bund.deJun 22, 2026source
Version 1.1: Cisco Firewalls mit persistenter Malware infiziert
Version 1.1: Cisco Firewalls mit persistenter Malware infiziert Kritikalität 3 Beschreibung Am 25. September 2025 veröffentlichte der Hersteller Cisco Advisories zu mehreren Schwachstellen in verschiedenen Produktserien. Davon betroffen sind sowohl die Firewalls Cisco Adaptive Security Appliance (ASA) und Cisco Firewall Threat Defense (FTD) als auch verschiedene Netzwerkkomponenten, die auf den Betriebssystemen Cisco IOS, IOS XE oder IOS XR basieren. Ursächlich sind jeweils unzureichende Input-Validierungen. Die Verwundbarkeiten erhielten die Kennungen CVE-2025-20333 (CVSS: 9.9), CVE-2025-20362 (CVSS: 6.5) und CVE-2025-20363 (CVSS: 9.0). Mit den Advisories gab Cisco auch bekannt, dass die ersten beiden Schwachstellen bereits ausgenutzt werden, was im Zuge beobachteter Kompromittierungen von Cisco ASA Geräten aufgedeckt werden konnte. Diese Angriffe waren bislang jedoch nur auf solchen Geräten erfolgreich, die keine Secure Boot Implementierung vorzuweisen hatten. NCSC-UK hat ebenfalls Details zu den erfolgten Angriffen bekanntgegeben. Update 1 (24.04.2026): Neue Erkenntnisse zu diesem Sachverhalt weisen darauf hin, dass die Täter einen bislang unbekannten Mechanismus zur Realisierung eines persistenten Zugangs nutzen, der auch erhalten bleibt, wenn zwischenzeitlich das Upgrade auf eine der im September 2025 bereitgestellten und bereinigten Versionen durchgeführt wurde. Dieser Mechanismus ist im Cisco Firepower eXtensible Operating System (FXOS) für Cisco Secure Firewall ASA und Cisco Secure FTD verortet. Cisco Talos zeigt in diesem Zusammenhang auf, dass der Akteur UAT-4356 die Angriffe auf Cisco Firepower-Instanzen nach der Veröffentlichung des Patches im September fortgeführt hat. Dabei wurden die bereits bekannten Sicherheitslücken CVE-2025-20333 und CVE-2025-20362 genutzt, um unauthorisierten Zugriff auf den Geräten zu erlangen und die Backdoor FIRESTARTER zu installieren.
bsi.bund.deApr 24, 2026source
Version 1.0: Ivanti EPMM - Aktive Angriffe über Zero-Day Schwachstellen beobachtet
Version 1.3: Ivanti EPMM - Aktive Angriffe über Zero-Day Schwachstellen beobachtet Kritikalität 3 Beschreibung Am 29. Januar veröffentlichte der Hersteller Ivanti ein Advisory zu zwei kritischen Schwachstellen in seiner Mobilgeräte-Management-Lösung Endpoint Manager Mobile (EPMM), ehemals MobileIron Core. Die Schwachstellen CVE-2026-1281 und CVE-2026-1340 erlauben einem entfernten, nicht-authentifizierten Angreifer die Ausführung von Code und wurden nach dem Common Vulnerability Scoring System (CVSS 3.1) mit einem Score von 9.8 ("kritisch") bewertet. Neben dem möglichen Lateral Movement im verbundenen Netzwerk enthalten EPMM-Appliances auch sensible Informationen über die verwalteten Geräte, die von Angreifern durch die Schwachstellen entwendet werden können. Ivanti gibt an, dass die die Schwachstelle CVE-2026-1281 bereits bei einer begrenzten Anzahl an Kunden ausgenutzt wurde. Update 1: Bereits kurz nach der Veröffentlichung eines Blogbeitrags mit technischen Details sowie eines Proof-of-Concepts des IT-Sicherheitsunternehmens watchTowr Labs am 30. Januar wurde eine Ausnutzung durch weitere Cyberakteure beobachtet. Dem BSI ist bekannt, dass auch deutsche Organisationen Ziel der Angreifer wurden. Betreiber sollten daher proaktiv die Empfehlungen des Herstellers umsetzen – sowohl hinsichtlich Mitigation als auch Detektion – um eine Kompromittierung auszuschließen. Zur Unterstützung bei der Detektion von Angriffen hat Ivanti in Zusammenarbeit mit NCSC-NL ein Erkennungsskript (Exploitation Detection RPM Package) entwickelt, welches auf Appliances nach bekannten Indikatoren (IoCs) sucht. Update 2: Inzwischen wurden weitere Analysen der beobachteten Angriffe veröffentlicht. Demnach variieren die bei den Vorfällen genutzten Payloads und IoCs grundsätzlich. Mehrfach beobachtet wurde jedoch die Kompromittierung von Ivanti EPMM mit .jsp-Dateien, die als In-Memory Class Loader fungieren. Weiterhin liegen dem BSI Hinweise darauf vor, dass eine Ausnutzung der Schwachstelle mindestens seit Sommer 2025 stattgefunden haben könnte. Update 3: Am 12. Februar hat Ivanti in Zusammenarbeit mit NCSC-NL das Erkennungsskript aktualisiert und um neue Indikatoren in der Detektion ergänzt. Betreiber sollten alle nochmals das neue Skript nutzen, um eigene Appliances auf eine Kompromittierung hin zu prüfen.
bsi.bund.deJan 30, 2026source
Version 1.0: Fortinet - Zero-Day Schwachstelle gefährdet Fortinet-Lösungen mit SAML SSO
Version 1.2: Fortinet - Zero-Day Schwachstelle gefährdet Fortinet-Lösungen mit SAML SSO Kritikalität 2 Beschreibung Am 22. Januar 2026 veröffentlichte der Hersteller Fortinet einen Blogbeitrag zu einer aktiv ausgenutzten Schwachstelle in seinen Produkten. Während der Artikel zunächst die zwei ähnlich kritischen Schwachstellen (CVE-2025-59718, CVE-2025-59719) im FortiCloud SSO Login aus Dezember aufgreift – die damals auch mit einem Advisory und Patches adressiert worden waren – weisen neue Erkenntnisse nun darauf hin, dass eine zusätzliche Schwachstelle betreffend sämtlicher SAML SSO-Implementierungen entdeckt und bislang nicht geschlossen worden sein könnte. Die aktuelle Bedrohungslage wird dadurch verschärft, dass an verschiedenen Stellen im Internet bereits Meldungen über Angriffsversuche und Kompromittierungen auftauchen. Diese waren auch dann erfolgreich, wenn die betriebenen Fortinet-Lösungen aktuelle Patchstände aufwiesen – gleichzeitig jedoch nach aktuellen Erkenntnissen nur dann, wenn der Management-Zugang mit FortiCloud SSO exponiert wurde. Update 1: Fortinet hat am 27. Januar 2026 ein Advisory zu einer Schwachstelle in der FortiCloud-SSO Implementierung veröffentlicht. Diese Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-24858 wurde von Fortinet mit einem CVSS3.1-Score von 9.8 ("kritisch") bewertet. Demnach kann ein Angreifer mit FortiCloud-Konto und einem registrierten Gerät, sich bei anderen Geräten anmelden, welche anderen Konten zugeordnet sind, sofern die FortiCloud-SSO-Authentifizierung auf diesen aktiviert wurde. Update 2: Fortinet hat seinen ursprünglichen Blogbeitrag aktualisiert. Demnach sind weitere SAML IdPs von Drittanbietern sowie FortiAuthenticator nicht von der Schwachstelle CVE-2026-24858 betroffen.
bsi.bund.deJan 23, 2026source
Version 1.0: Cisco Secure Email - Lösungen werden aktiv angegriffen
Version 1.1: Cisco Secure Email - Lösungen werden aktiv angegriffen Kritikalität 2 Beschreibung Am 17. Dezember 2025 veröffentlichte Cisco einen Sicherheitshinweis zu seinen auf AsyncOS basierenden Lösungen Cisco Secure Email Gateway und Cisco Secure Email and Web Manager, ehemals bekannt unter dem Namen Cisco Content Security Management Appliance (SMA). Darin informierte das Unternehmen über beobachtete Cyber-Angriffe auf diese Produkte, die mindestens seit November diesen Jahres nachgewiesen werden konnten. Ausschlaggebend für die Vorfälle ist dabei die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2025-20393, die es einem entfernten Angreifer erlaubt, beliebige Befehle mit Root-Rechten auf dem verwundbaren System auszuführen. Nach dem Common Vulnerability Scoring System (CVSS) wurde der Sachverhalt mit 10 von 10 als "kritisch" bewertet. Damit Systeme kompromittiert werden können, muss das Spam Quarantine-Feature einerseits aktiviert und andererseits aus dem Internet erreichbar sein. Dies entspricht jedoch NICHT der Standard-Konfiguration. Update 1: Am 15. Januar 2026 hat Cisco das Advisory um die Verfügbarkeit von Patches für CVE-2025-20393 aktualisiert. Die Patches schließen die ausgenutzte Sicherheitslücke und entfernen – sofern erforderlich – die im Rahmen dieser Angriffskampagne identifizierten und bei einer Kompromittierung möglicherweise installierten Persistenzmechanismen.
bsi.bund.deDec 18, 2025source
Version 1.2 React Server Components - Kritische Schwachstelle bedroht zahlreiche Webanwendungen
Version 1.3 React Server Components - Kritische Schwachstelle bedroht zahlreiche Webanwendungen Kritikalität 3 Beschreibung Am Abend des 3. Dezember 2025 veröffentlichte das Team hinter der Webkomponente React einen Blogbeitrag zur Entdeckung einer Schwachstelle in React Server Components (RSC). Demnach könnte es nicht authentifizierten Angreifern aus der Ferne gelingen, Code auf verwundbaren Systemen auszuführen. In Verbindung mit der vergleichsweise simplen Ausnutzbarkeit erhielt die Sicherheitslücke mit der Kennung CVE-2025-55182 die höchstmögliche Kritikalitätsbewertung nach dem Common Vulnerability Scoring System (CVSS) mit 10 von 10. Zu beachten ist auch, dass die betroffene Komponente RSC in zahlreichen Frameworks und Bundlern zum Einsatz kommt. Update 1: Bereits kurz nach der Veröffentlichung der Schwachstelle konnte AWS detektieren, dass mehrere Akteure versuchen, die Schwachstelle auszunutzen. AWS weist diese Angriffsaktivitäten China-nahen staatliche Akteuren zu. Mittlerweile sind auch funktionsfähige Proof-of-Concept Exploits öffentlich verfügbar. Von Angriffen weiterer Akteure ist daher auszugehen. Update 2: Die Schwachstelle "React2Shell" wird mittlerweile von vielen Akteuren massiv ausgenutzt, um verschiedenste Kompromittierungen vorzunehmen. Von der opportunistischen Installation von Cryptominern und Exfiltration von Zugangsdaten, Integration in Botnetzen, bis hin zur persistenten Kompromittierung mittels ausgereifter Malware wurden Angriffe von verschiedenen IT-Sicherheitsunternehmen beobachtet. In Deutschland allein sind knapp 15.000 Webanwendungen durch die Schwachstelle verwundbar. Update 3: Im Zuge der Aufmerksamkeit für die React2Shell Schwachstelle wurden drei weitere, jedoch deutlich weniger schwerwiegende Sicherheitslücken gefunden und geschlossen. Keine der zusätzlich gefundenen Schwachstellen eignet sich als Patch-Bypass. Die mit React2Shell veröffentlichten Updates schützen somit weiterhin erfolgreich vor der Ausführung von Code mithilfe von CVE-2025-55182, nicht jedoch vor einer DoS-Attacke auf Basis der neuen Sicherheitslücken.
bsi.bund.deDec 10, 2025source
Version 1.0: SonicWall Gen 7 Firewalls - Ransomware-Angriffe beobachtet
Version 1.1: SonicWall Gen 7 Firewalls - Ransomware-Angriffe beobachtet Kritikalität 2 Beschreibung Am 4. August 2025 bestätigte der Hersteller SonicWall bereits veröffentlichte Berichte anderer Quellen, wonach derzeit Angriffe auf seine Gen 7 Firewalls mit aktiviertem SSLVPN beobachtet werden. Arctic Wolf und Huntress hatten in diesem Zusammenhang zuvor Blogbeiträge herausgegeben, in denen die Kompromittierung von Firewalls mit aktuellen Patch-Ständen und aktivierter Multi-Faktor-Authentisierung seit mindestens Ende Juli beschrieben wird. Den Berichten zufolge sei es Angreifern gelungen, Zugangsdaten zu entwenden, administrativen Zugriff durch über-privilegierte Konten zu erhalten und sich persistenten Zugriff durch neue Nutzer, etablierten SSH Zugriff und weitere Tools zu verschaffen. Ebenso wurde von den Angreifern versucht, eine mögliche Detektion zu vermeiden, indem Sicherheitsfeatures deaktiviert wurden. Anschließend konnten die Täter (Akira) Ransomware ausrollen und weiterführende Angriffe (Lateral Movement) initiieren. Die Existenz der von den Blog-Autoren vermuteten Zero-Day-Schwachstelle konnte SonicWall zum aktuellen Zeitpunkt zwar nicht bestätigen, die Veröffentlichung durch den Hersteller unterstreicht jedoch das derzeit erhöhte Angriffsrisiko. Update 1: Nach neuen Erkenntnissen von SonicWall sei für die Vorfälle mit hoher Wahrscheinlichkeit keine neue Zero-Day-Schwachstelle ausschlaggebend gewesen, sondern die bereits bekannte Sicherheitslücke CVE-2024-40766. Der Hersteller konnte feststellen, dass viele Vorfälle mit einer Migration von Gen 6 auf Gen 7 Firewalls im Zusammenhang stünden, bei denen jedoch – entgegen der Herstellerempfehlung – lokale Benutzerpasswörter nach der Migration nicht geändert worden seien.
bsi.bund.deAug 5, 2025source
Version 1.2: Microsoft SharePoint - Massive Ausnutzung einer Zero-Day Schwachstelle
Version 1.2: Microsoft SharePoint - Massive Ausnutzung einer Zero-Day Schwachstelle Kritikalität 3 Beschreibung Am 19. Juli 2025 veröffentlichte Microsoft ein Advisory für das Produkt SharePoint. Ursächlich für die Herausgabe waren beobachtete Angriffe auf die eigentlich bereits gepatchten Schwachstellen mit den Kennungen CVE-2025-49704 bzw. CVE-2025-49706, die nun auf modifizierte Weise als CVE-2025-53770 und CVE-2025-53771 ausgenutzt werden. Erste Erkenntnisse hierzu wurden am 19. Juli 2025 vom IT-Sicherheitsunternehmen Eye Security bekannt gemacht. Bei CVE-2025-53770 (basierend auf CVE-2025-49704) handelt es sich um eine nach dem Common Vulnerability Scoring System (CVSS) mit 9.8 von 10 bewertete, kritische Schwachstelle, die einem nicht authentisierten Angreifer die Ausführung von Code aus der Ferne ermöglicht. Die Ausnutzung erfolgte in den beobachteten Attacken in Verbindung mit der Schwachstelle CVE-2025-53771 (basierend auf CVE-2025-49706), eine mit 6.3 ("mittel") bewertete Verwundbarkeit, mit deren Hilfe Spoofing Angriffe über ein Netzwerk initialisiert werden können. Angreifern ist es nach aktuellen Erkenntnissen gelungen, die mit dem Juli-Patchday etablierten Schutzmaßnahmen zu umgehen, sodass die bereits veröffentlichten Sicherheitsupdates nicht mehr ausreichen und eine Installation der Notfall-Updates unbedingt notwendig wird. Eine erfolgreiche Ausnutzung der öffentlich als "ToolShell" bekannten Schwachstellen ermöglicht einem Angreifer MachineKey-Konfigurationsdetails von verwundbaren SharePoint-Servern zu erlangen. Des Weiteren ermöglichen sie Angreifern den vollen Zugriff auf SharePoint-Inhalte, einschließlich Dateisystemen und internen Konfigurationen, sowie die Ausführung von Code. Update 1: Microsoft hat Patches für SharePoint Enterprise Server 2016 veröffentlicht. Update 2: In Deutschland sind noch immer über 80 Microsoft On-Premise SharePoint-Systeme verwundbar (Stand 03.08.2025). Ebenfalls ist dem BSI bekannt, dass trotz End-of-Life (EoL) Status veraltete und durch diverse Schwachstellen angreifbare Versionen weiterbetrieben werden. Der Betrieb ohne die Verfügbarkeit von Sicherheitsupdates stellt im Allgemeinen eine große Gefahr dar. Seit den ersten erkannten Angriffen wurde beobachtet, wie Angreifergruppierungen verschiedene Arten von Ransomware auf verwundbaren SharePoint Servern installieren.
bsi.bund.deAug 4, 2025source
Version 1.1: Citrix NetScaler ADC & NetScaler Gateway - Kritische Sicherheitslücken geschlossen und teils aktiv ausgenutzt
Version 1.1: Citrix NetScaler ADC & NetScaler Gateway - Kritische Sicherheitslücken geschlossen und teils aktiv ausgenutzt Kritikalität 2 Beschreibung Im Verlauf des Juni 2025 veröffentlichte der IT-Hersteller Citrix mehrere Patches für insgesamt drei Sicherheitslücken in seinem Application Delivery Controller NetScaler ADC und NetScaler Gateway – vormals Citrix ADC. Die Verwundbarkeiten weisen dabei unterschiedliche Schweregrade gemäß Common Vulnerability Scoring System (CVSS; 4.0) auf: CVE-2025-6543 wurde mit 9.2 ("kritisch") bewertet und führt zu einem unbeabsichtigtem Kontrollfluss und Denial-of-Service Zustand. Hervorgerufen wird die Schwachstelle durch fehlende Kontrolle über Speichergrenzen bei Pufferoperationen (CWE-119). CVE-2025-5777 wurde mit 9.3 ("kritisch") bewertet. Die Schwachstelle besteht in einer unzureichenden Eingabevalidierung, die zu Speicherüberauslesung (CWE-125) führt. CVE-2025-5349 wurde mit 8.7 ("hoch") bewertet und betrifft eine unzureichende Zugriffskontrolle (CWE-284) auf die NetScaler-Verwaltungsschnittstelle. Zur Ausnutzung der Schwachstellen CVE-2025-6543 und CVE-2025-5777 muss NetScaler als Gateway (VPN virtual server, ICA Proxy, Clientless VPN (CVPN), RDP Proxy) oder AAA Virtual Server konfiguriert sein. Diese Konfiguration ist jedoch üblich. Das Advisory zu CVE-2025-5349 und CVE-2025-5777 gab der Hersteller am 17. Juni 2025 heraus. Auf CVE-2025-6543 wies Citrix jedoch erst am 25. Juni 2025 hin. Gleichzeitig machte das Unternehmen bekannt, dass letztere Schwachstelle bereits aktiv ausgenutzt wird und somit auch die Patches aus der Vorwoche nochmals auf neue Versionen aktualisiert werden müssen, um einen vollständigen Schutz gegen die momentan bekannten Sicherheitslücken zu erreichen. Update 1: Bereits Ende Juni veröffentlichte ReliaQuest einen Blogbeitrag zu einer möglichen beobachteten Ausnutzung von CVE-2025-5777. Nach dem Erscheinen von technischen Details sowie einem Proof-of-Concept Exploit durch watchTowr Labs sowie Horizon3.ai häufen sich die Medienberichte über aktive Ausnutzungen. Demnach scheinen aktive Ausnutzungen von CVE-2025-5777 bereits seit Mitte Juni 2025 stattzufinden. Betreiber von NetScaler sollten daher prüfen, ob eine Kompromittierung (bereits vor dem Patchen) stattgefunden hat.
bsi.bund.deJul 8, 2025source